Skurriles
Böse, böse… so ein Wildwechsel!

Quelle: http://www.eddh.de
Kochpsychologie
Habe mir im Zuge meiner derzeitigen Bewerbungsphase (man muss ja informiert sein) eine junge und moderne Zeitschrift gekauft. Tue ich ja sonst NIE. Jedenfalls finde ich in dieser stylish hochglänzenden Papieransammlung auf S. 88 einen TEST: „Hochgekocht?“ Neugierig bin ich ja, obwohl ich weiß, wie ich zur neuen Küchenhysterie im TV stehe: weggucken und Rührei rühren. Da braucht’s keinen Test. Die Fotos sind aber ein Hingucker (ob geschmackvoll – da lässt sich bekanntlich drüber streiten) und reizt es mich, zu erfahren was für ein Kochtyp ich wohl sein könnte…. Außerdem, man könnte ja den Test mal testen – dahingehend ob diese Magazin-Psycho-Tests sich über die Jahre hinweg weiterentwickelt haben.Gleich das erste Ergebnis ist niederschmetternd : ich falle immernoch (wie früher grundsätzlich auch) punktetechnisch genau in zwei Kategorien: ich soll ein Kochschnösel und ein solides Hausmütterchen zugleich sein. Geht das überhaupt? Und was bitteschön, ist ein Kochschnösel?
Aufklärung ist doch das Schönste im Leben, und so lerne ich: „Du hast schon Ravioli gefüllt, als andere noch dachten, man müsse Öl ins Nudelwasser geben. Einen Hummer fachgerecht zu zerlegen, gehört für dich so selbstverständlich zur guten Kinderstube wie für andere das korrekte Benutzen von Besteck.“ Was ich noch nicht über mich wusste – hier erfahre ich es wieder nicht. Gar nicht so traurig.
Nun denn, schauen wir mal, was das solide Hausmütterchen so zu bieten hat: „Du hast schon immer gerne gekocht und gebacken. Dass das Thema jetzt so salonfähig geworden ist, freut dich natürlich ungemein, denn früher wollte niemand etwas über das Gulaschrezept deiner Großmutter erfahren.“ Schon besser. Also wer will noch mal über Rühreier…
Und da wären wir schon beim Psycho dieser Tests: Sie räumen nicht auf, sondern stürzen ins Chaos. Keine kategorisierten kleinen, kuscheligen Schubladen zum reinkriechen. Nein, vielmehr werde ich in eine tiefgreifende Koch-Ego-Krise gestürzt. Es war doch harte Arbeit zur schlampigen binStudent-mixewasimKühlschrankist-Stufe aufzusteigen. Ade, du einfache Kochwelt.Vielleicht muss ich mein Kochimage mal neu überdenken. Kann es tatsächlich sein, dass ich sozusagen in die Koch-Könner-Riege aufgestiegen bin? Wollt ihr auch? Leider nur ein Anreißer online auf neon.de
wissens-wert: Brockhaus
Der alte Brockhaus wird digital – ab Mitte April ist es soweit! Allerdings wird er ab dann NUR noch digital sein, die Printversion wird nicht mehr erscheinen.
Einerseits ist das natürlich sehr schade, denn als Bücherleser blättere ich ebenfalls gerne in Wörter- und Wissensbüchern. Gerade wenn sie altgesammeltes und qualitativ hochwertiges Wissen vermitteln…
Andererseits: das ist super! Endlich kostenloses und lange gehütetes Bücherwissen online! Damit dürfte es bald eine wunderbare Alternative zu Wikipedia geben, die sich im Print schon ausgezeichnet bewährt hat. Eine super-Sache wie ich finde!
Mehr dazu bei digitalnext.de :
Zivilcourage #2
Der Gute erhielt für die Zivilcourage sogar den Ehrenpreis der deutsch-israelischen Gesellschaft Aachen, wie der
vermeldete.
Richtig so!
Gestückeltes aus Büchern #2
ein sehr wahrer Gedanke:
„Manchmal änderten die Leute ihre Meinung, und wenn man nicht nachfragte, bekam man womöglich nichts davon mit“
(Connie Palmen; „Die Freundschaft“)
Zivilcourage – Hut ab!
Dies erscheint mir erwähnenswert und die Meldung erschien am 22 Oct 2007 – 14:56 als Nr. 3033 auf:
http://hpd-online.de (humanistischer Pressedienst)
Zivilcourage
DRESDEN. Es gibt sie anscheinend noch, die Zivilcourage. Die NPD-Landtagsfraktion in Sachsen bekam zum Wochenende einen Brief mit folgendem Wortlaut:
„NPD Fraktion im Sächsischen Landtag
Herren H. Apfel und A. Delle
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden
Dresden, 18. Oktober 2007
Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden
Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,
wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.
Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.
Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.
Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.
In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir
mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG
Johannes H. Lohmeyer
Geschäftsführer