Gestückeltes aus Büchern
Ich lese gerne. Und ich lese viel und vieles. Dabei schreibe ich mir oftmals Sätze, Absätze, Gedanken und Gespräche raus, die mich ansprechen, mich beeindrucken, nachdenken und aufhorchen lassen – egal ob positiv oder negativ, gefühlvoll oder spaßig. Einige dieser Auszüge stelle ich hier nach und nach zur Verfügung.
„Das Buch war für Teresa das Erkennungszeichen einer geheimem Bruderschaft. Gegen die Welt der Roheit, die sie umgab, besaß sie nämlich nur eine einzige Waffe: die Bücher, die sie in der Stadtbücherei auslieh; vor allem Romane, die sie stapelweise las, von Fielding bis Thomas Mann. Sie boten ihr die Möglichkeit einer imaginären Flucht aus ihrem unbefriedigenden Leben, aber gleichzeitig waren sie auch als Gegenstände bedeutungsvoll: sie spazierte gerne mit Büchern unter dem Arm durch die Straßen. Sie waren für sie das, was der elegante Spazierstock für den Dandy des vergangenen Jahrhunderts war. Durch sie unterschied sie sich von den anderen.“
(Kundera; Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“)